Feldbefreiung in Gatersleben
21. April 2008 von frank.jansky
In der Morgendämmerung des 21. April befreite eine kleine Gruppe von sechs Menschen das Genweizenfeld in Gatersleben. Bis zum Eintreffen der Polizei arbeiteten sie konzentriert und überaus erfolgreich. Auf dem Feld hinterließen sie ein übergroßes Weizenbrot mit der gebackenen Aufschrift “Unser täglich Brot – OHNE Gentechnik!”
Der massiven Bedrohung eines einzigartigen Schatzes an Pflanzensorten wurde so ein Ende gesetzt. In Gatersleben findet seit 2006 einer der skandalösesten Freilandversuche im Lande statt. Gentechnisch veränderter Weizen – in ganz Europa und selbst in den USA nicht für den Anbau zugelassen – wuchs bis heute unter freiem Himmel und in direkter Nachbarschaft der Genbank Gatersleben.
Die Verantwortlichen in der Politik und in den Konzernen wissen, dass sie damit einen einzigartigen Schatz landwirtschaftlicher Vielfalt gefährden. Denn in Gatersleben werden alte und neuere, seltene und häufige Pflanzensorten aufbewahrt. Züchter und Bauern können ebenso wie Forschungseinrichtungen, Entwicklungshilfe- Projekte oder Privatpersonen dort Saatgutproben erhalten.
Um die Pflanzensorten dauerhaft zu erhalten, betreibt die Genbank eine “Erhaltungszucht” und muss die eingelagerten Sorten regelmäßig zum Keimen, Wachsen und Blühen bringen und kann dann keimfähiges neues Saatgut wieder aufheben.
Bei einer Kontamination der zu erhaltenden Sorten durch Genweizen-Pollen, würden Ernährungsgrundlagen für Menschen in aller Welt und für zukünftige Generationen zerstört.
Zur Unterstützung der Gentechnik Gegegner werden Spenden benötigt:
Nehmen Sie Kontakt auf unter: aktion@gendreck-weg.de
Das Spendenkonto hat die Nummer
STOP GMO e.V. Konto-Nr.:200 2447 200, bei der GLS Gemeinschaftsbank, BLZ:430 609 67 Für Überweisungen aus dem Ausland: BIC:GENO DE M1 GLS IBAN:DE37430609672002447200 Bitte notieren Sie als Kennwort “Genweizen”.